Spezielle Situationen

Homeoffice für Teilzeitbeschäftigte: Lohnt es sich?

Auch mit wenigen Homeoffice-Tagen pro Woche können Sie Steuern sparen. Erfahren Sie, wie Sie die Pauschale auch in der Teilzeit optimal nutzen.

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Teilzeitbeschäftigte haben oft weniger Homeoffice-Tage als Vollzeitbeschäftigte – aber auch sie können von der Homeoffice-Pauschale profitieren. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie auch mit wenigen Tagen Steuern sparen können.

Die gute Nachricht

Die Homeoffice-Pauschale steht jedem Arbeitnehmer zu, unabhängig von der Arbeitszeit. Ob Vollzeit oder Teilzeit – jeder Homeoffice-Tag zählt!

Wie viele Tage brauchen Sie?

Die Pauschale beträgt 6€ pro Tag. Um über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230€ zu kommen, brauchen Sie mit der Homeoffice-Pauschale allein:

1.230€ ÷ 6€ = 205 Tage

Mit Homeoffice-Pauschale allein kaum erreichbar – aber:

+ andere Werbungskosten (Internet, Pendlerpauschale) = schneller am Ziel!

Beispielrechnungen für Teilzeit

Beispiel 1: 20-Stunden-Woche, 2 HO-Tage

Anna arbeitet 20 Stunden in 4 Tagen, 2 davon im Homeoffice.

  • Ca. 100 HO-Tage × 6€ = 600€
  • + 240€ Internet = 840€
  • Noch unter dem Pauschbetrag von 1.230€
  • → Noch keine zusätzliche Steuerersparnis

Beispiel 2: 30-Stunden-Woche, 3 HO-Tage

Bernd arbeitet 30 Stunden, 3 Tage im Büro, 2 Tage HO.

  • Ca. 100 HO-Tage × 6€ = 600€
  • + 240€ Internet = 840€
  • + 150€ Pendlerpauschale = 990€
  • Noch unter 1.230€
  • → Noch keine zusätzliche Ersparnis

Beispiel 3: 25-Stunden-Woche, 4 HO-Tage

Clara arbeitet an 4 Tagen von zu Hause, 1 Tag im Büro.

  • Ca. 200 HO-Tage × 6€ = 1.200€
  • + 240€ Internet = 1.440€
  • + Bürotage (1× wöchentlich × 50) = ~500€ Pendlerpauschale
  • Gesamt: ~1.940€
  • Über Pauschbetrag: +710€
  • Steuerersparnis (30%): ~213€

Die optimale Strategie für Teilzeit

Tipp 1: Kombinieren Sie mit anderen Kosten

Als Teilzeitbeschäftigte/r haben Sie oft weniger Pendlerkosten. Nutzen Sie dies, um andere Werbungskosten zu maximieren:

  • Internet/Telefon (240€/Jahr)
  • Arbeitsmittel (GWG bis 952€)
  • Fortbildungskosten

Tipp 2: Achten Sie auf den Mix

Auch mit wenigen Tagen können Sie die Pauschale nutzen. Wichtig ist die überwiegende Tätigkeit zu Hause an jedem Tag.

Tipp 3: Nutzen Sie jeden HO-Tag

Jeder Homeoffice-Tag bringt 6€ – auch Teilzeitbeschäftigte sollten ihre vertraglichen Homeoffice-Tage voll ausschöpfen.

💡 Wichtig

Teilzeitbeschäftigte haben den gleichen Anspruch auf die Homeoffice-Pauschale wie Vollzeitbeschäftigte. Die Berechnung ist identisch – nur die Anzahl der möglichen Tage ist geringer.

Wann lohnt es sich besonders?

Die Homeoffice-Pauschale lohnt sich für Teilzeitbeschäftigte besonders, wenn:

  • Sie viele Tage im Homeoffice arbeiten (ab ca. 150+ Tage)
  • Sie zusätzlich andere Werbungskosten haben
  • Ihr Einkommen trotz Teilzeit noch im steuerpflichtigen Bereich liegt
  • Sie Arbeitsmittel anschaffen können

Quick-Rechner für Teilzeit

Nutzen Sie unseren speziellen Teilzeit-Rechner, um Ihre individuelle Steuerersparnis zu berechnen.

Häufige Fragen

Gibt es eine Mindestanzahl an HO-Tagen?

Nein, es gibt keine Mindestanzahl. Jeder einzelne Tag zählt, auch wenn Sie nur gelegentlich von zu Hause arbeiten.

Was ist, wenn ich nur an einem Tag pro Woche HO habe?

Auch das zählt! Ca. 50 HO-Tage × 6€ = 300€ – plus andere Kosten kommen Sie damit noch nicht über den Pauschbetrag, aber es ist ein Anfang.

Kann ich als Minijobber die Pauschale nutzen?

Als Minijobber (bis 538€/Monat) sind Sie oft steuerfrei, sodass die Pauschale steuerlich keinen Unterschied macht. Aber: Wenn Sie neben dem Minijob noch andere Einkünfte haben, kann es sich lohnen.

Gilt das auch für 450-Euro-Jobs?

Bei 450-Euro-Jobs (geringfügig Beschäftigte) ist die steuerliche Wirkung begrenzt, da oft keine Steuer anfällt. Prüfen Sie Ihre individuelle Situation.

Wichtiger Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle Steuerberatung. Bei konkreten Steuerfragen empfehlen wir die Konsultation eines Steuerberaters oder Ihres zuständigen Finanzamts.