Kostenvergleich 2026

Coworking vs Homeoffice — Kostenvergleich

Was ist günstiger: Ein Coworking-Platz oder das eigene Homeoffice? Vergleichen Sie alle Kosten inklusive versteckter Nebenkosten und steuerlicher Vorteile.

Coworking-Kosten

Zusatzkosten für Essen unterwegs

Meetingräume, Druck, Schließfach

Homeoffice-Kosten

Wird über 3 Jahre amortisiert

Steuer

Coworking vs Homeoffice: Steuerliche Unterschiede

Die steuerliche Behandlung beider Arbeitsformen unterscheidet sich grundlegend. Coworking-Kosten sind als tatsächliche Werbungskosten oder Betriebsausgaben in voller Höhe absetzbar — ohne Obergrenze. Im Homeoffice können Sie dagegen die Tagespauschale von 6€ (max. 1.260€/Jahr) ansetzen oder — bei einem anerkannten häuslichen Arbeitszimmer — die anteiligen Raumkosten.

Steuerregel: Coworking-Rechnungen werden vom Finanzamt als berufliche Mietkosten anerkannt. Es gelten keine besonderen Nachweispflichten wie beim häuslichen Arbeitszimmer (keine 90%-Regel).

Kostenstruktur im Vergleich

Kostenposition Coworking Homeoffice
Grundkosten200-500€/mtl. (Miete)0€ (eigene Wohnung)
Strom/Heizunginkl.30-80€/mtl. anteilig
Internetinkl.40€/mtl. (bereits vorhanden)
Fahrtkosten50-200€/mtl.0€
Ausstattunginkl.2.000-4.000€ einmalig
Steuerliche Absetzung100% als WK/BAPauschale max. 1.260€
Ø Monatskosten350-700€70-120€

Wann lohnt sich Coworking steuerlich?

Ein Coworking-Space kann sich steuerlich lohnen, wenn die tatsächlichen Coworking-Kosten den Betrag der Homeoffice-Pauschale (1.260€/Jahr) deutlich übersteigen UND Sie als Selbstständiger Ihre Betriebsausgaben maximieren wollen. Für Angestellte lohnt sich Coworking steuerlich nur, wenn die Gesamtkosten (Coworking + Fahrt) die Werbungskostenpauschale von 1.230€ übersteigen.

Hybrid-Tipp: Kombinieren Sie beides! 3-4 Tage Homeoffice + 1 Tag Coworking. So nutzen Sie an Homeoffice-Tagen die Pauschale (6€/Tag) und an Coworking-Tagen die tatsächlichen Kosten. Diese Kombination ist steuerlich oft optimal.

Häufige Fragen: Coworking vs Homeoffice

Ja, vollständig. Coworking-Mieten sind als Werbungskosten (Angestellte) oder Betriebsausgaben (Selbstständige) absetzbar. Anders als bei der Homeoffice-Pauschale gibt es keine Obergrenze — der volle Betrag mindert das zu versteuernde Einkommen. Voraussetzung: Sie benötigen ordentliche Rechnungen.

Nein. Pro Tag gilt nur eine Absetzungsart: An Coworking-Tagen setzen Sie die tatsächlichen Kosten an, an Homeoffice-Tagen die Pauschale von 6€/Tag. Eine Doppelabsetzung ist ausgeschlossen (§ 4 Abs. 5 EStG).

Neben der reinen Miete fallen oft an: Fahrtkosten (ÖPNV/PKW), Mittagessen (zu Hause günstiger), Parkgebühren, und Zusatzservices (Meetingräume, Druck, Schließfächer). Diese Nebenkosten können die Gesamtkosten um 30-50% erhöhen.

Die Break-Even-Grenze hängt von Ihren Homeoffice-Kosten ab. Typischerweise liegt sie bei Coworking-Gesamtkosten ab 250-350€/Monat. Wenn Ihre Homeoffice-Kosten (anteilige Miete, Strom, Internet) unter 200€/Monat liegen und Sie die Homeoffice-Pauschale nutzen können, ist Homeoffice meist günstiger.