Temporäres Homeoffice: Jeder Tag zählt
Ob Renovierung im Büro, vorübergehende Quarantäne, Kinderbetreuung oder einfach ein flexibles Arbeitsmodell — temporäres Homeoffice ist steuerlich genauso relevant wie dauerhaftes. Die Pauschale von 6€ pro Tag gibt es ab dem ersten Homeoffice-Tag, ohne Mindestanzahl.
Keine Mindestdauer: Anders als beim häuslichen Arbeitszimmer gibt es für die Homeoffice-Pauschale kein Mindest-Kontingent. Ob 5 Tage oder 200 Tage — jeder einzelne Tag wird mit 6€ berücksichtigt. Der Maximalabzug liegt bei 210 Tagen × 6€ = 1.260€/Jahr.
Typische Szenarien für temporäres Homeoffice
| Anlass | Dauer | HO-Tage | Pauschale |
|---|---|---|---|
| Bürorenovierung | 2-4 Wochen | 10-20 | 60-120€ |
| Kinderbetreuung Sommer | 6 Wochen | ~30 | 180€ |
| HO-Pilotphase | 3 Monate | ~60 | 360€ |
| Flexible Freitage | ganzjährig | ~46 | 276€ |
Temporäres Homeoffice und Werbungskosten-Pauschbetrag
Auch bei wenigen Homeoffice-Tagen kann sich die Steuererklärung lohnen. Addieren Sie die Homeoffice-Pauschale zu Ihren übrigen Werbungskosten: Fahrtkosten für Bürotage (Pendlerpauschale: 30 ct/km), Telekommunikation (bis 240€/Jahr), Arbeitsmittel und Fortbildung. Übersteigt die Summe 1.230€, erhalten Sie eine zusätzliche Steuererstattung.
Dokumentations-Tipp: Bei temporärem Homeoffice genügt eine Bestätigung des Arbeitgebers (z.B. Mail vom Vorgesetzten: „Aufgrund der Bürorenovierung bitte vom 15.-26.01. von zu Hause arbeiten"). Solche Nachweise sind Gold wert bei einer möglichen Prüfung durch das Finanzamt.